Archiv für die Kategorie „Architektur“
Der Beton-Tresor

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Ein jeder kennt aus seiner Kindheit bestimmt noch Dagobert Duck: Der geizige Milliardär lebt in einem abgeschotteten Geldspeicher, in den er niemand hereinlässt, außer, er hat wirklich gute Gründe, etwa einen Plan, wie Herr Duck noch reicher werden könnte. Aber wer hätte gedacht, dass es das auch im echten Leben gibt? In einer kleinen Ortschaft bei Warschau in Polen lebt ein Unbekannter seit Jahren in einen großen, grauen Kobus aus Beton, der verblüffend an Dagobert Ducks Geldspeicher erinnert. Es gibt keinerlei Fenster, keine Verzierungen: Lediglich ein Betonwürfel. Was für ein Geheimnis steckt hinter den dicklen Mauern?
Klingeldschilder sucht man vergebens. Hat man den Vorhof des Gebäudes betreten, ist man zunächst gefangen: Man kann weder zurück, das verhindern die hohen Mauern um den Betonklotz. Aber auch nicht vor, denn dort ist die geschlossene Beton-Faßade. Erst wenn der Besucher in dieser Sicherheitszone ist, öffnet sich mit etwas Glück eine verborgene Tür in der grauen Faßade. Nicht nur dazu lassen sich die Flanken des Betonwürfels verschieben, so lassen sich auch ganz schnell Fenster zaubern und Sonnenlicht in den schwarzen Koloss leiten.
Architekt Robert Konieczny musste bei dem Auftrag einige Besonderheiten beachten: Etwa gibt es eine Zugbrücke an der Ostseite des Hauses, die vom Obergeschoss zu einem Pavillon im Garten führt, wo der eigene Swimmingpool untergebracht ist. Natürlich ist es quasi unmöglich, große Elemente aus Beton zu verschieben: Daher wurden neben Beton auch leichte Stahl-Konstruktionen verwendet, die dann mit grau gefärbten Sperrholzplatten verkeidet wurden. So bekommt man den Eindruck, wirlklich nur Beton vor sich zu haben.
Doch wer wirklich hier lebt und warum man sich in so einen Hochsicherheitstrakt Zuhause fühlt, werden wir wohl niemals klären. Wilde Geschichten und Gerüchte gibt es natürlich Zuhauf, etwa, dass hier eine ehemalige Größe des Militärs oder der NASA leben soll. Die Beantwortung dieser Frage ist also ganz unserer Fantasie überlassen.
8 House
Das beste Wohngebäude der Welt wurde Anfang November auf dem Festival der Weltarchitektur in der spanischen Metropole Barcelona ausgezeichnet: Was für ein Gebäude könnte das wohl sein? Das es sich dabei um eine Acht handelt, sollte erst einmal Stirnrunzeln oder gar Kopfschütteln verursachen. Sehen wir uns das einmal genauer an.
Die Rede ist vom “8 House”, das seit gut einem Jahr in Kopenhagen steht. Am südlichen Rand der dänischen Hauptstadt ist ein riesiger Wohnkomplex entstanden, entworfen vom Architekturbüro Bjarke Ingels Group, kurz BIG. 92 Millionen Euro hat der gigantische Bau verschlungen: Auf rund 60.000 Quadratmetern gibt es über 450 Wohnungen und viele Geschäfte, Restaurants und sogar einen eigenen Kindergarten. Der Bau an sich könnte wegen seinen Dimensionen bereits als eigener Stadtbezirk bezeichnet werden. Auch zwei Parkanlagen gehören mit zum Gebäudekomplex.
Nun denken die meisten wahrscheinlich an einen klobigen, hässlichen Plattenbau oder eine Mietskaserne im Stil der in den 60iger Jahren so populären Zweckbauten und können noch weniger verstehen, was so ein Gebäude zum besten der Welt macht. Doch das “8 House” ist alles andere als zweckmäßig oder Container-Wohnen: Total dynamisch, beinahe schon kindlich verspielt kommen die terassenförmig abgestuften Ebenen des “8 House” daher. Neben der attraktiven Optik erfüllt diese Abstufung einen weiteren Zweck: Alle Wohneinheiten bekommen so gleichermaßen viel Sonnenlicht.
Auch die Form des Bauwerks, eine gigantische Acht, beweist, dass es BIG nicht darum ging, möglichst viele Menschen neben-, über- und untereinander wohnen zu lassen, sondern ein modernes, lebenswertes, urbanes und anregendes Umfeld zu schaffen. Das hat auch die Juroren des Weltarchitektur-Festivals überzeugt. Noch dazu integriert sich der Komplex durch die Parkanlagen, die üppige Bepflanzung der Terassen und den vielen Freiraum perfekt in die ländliche Umgebung.
Der bayrische Architekturpreis Artouro
In Bayern wird dieses Jahr das erste Mal der “Artouro” verliehen. Dabei handelt es sich um eine Auszeichnung die vom Wirtschaftsminister Münchens ins Leben gerufen werden wurde. Die Verleihung soll nun beim ersten Mal in der Allianz-Arena stattfinden. Insgesamt gab es über 100 Bewerbungen. Von diesen wählte eine Fachjury 20 Stück aus und nominierte sie somit zur Endausscheidung. Bei dieser Auszeichnung handelt es sich um keinen gewöhnlichen Architektenpreis. Viel mehr geht es darum Bauwerke auszuzeichnen, welche architektonisch eine besondere Herausforderung zeigen und zudem auch ein zusätzlicher Tourismusmagnet sind. Solche Bauwerke passen natürlich perfekt für eine moderne Wohnkultur, ob im Grünen oder direkt im urbanen Raum.
Bei den 20 Nominierten sind auch 2 aus Niederbayern dabei. So wurde zum einen der 1,3 Kilometer lange Baumwipfelpfad mit dem 44 Meter hohen imposanten Baumturm im Nationalpark “Bayerischer Wald” und zum anderen die Baum-, Wasser- und Erdhäuser des Hotels Hofgut Hafnerleiten in Bad Birnbach nominiert. Die jeweils ausgezeichneten Architekten zeigten sich natürlich sehr begeistert. Vor allem fühlten sie sich jedoch geehrt, da sie schon mit der Nominierung nicht gerechnet hatten und dies als große Ehre empfanden.
Alle Beteiligten unterstützen diese Nominierung vollkommen, da sie es definitiv verdient hätten. So hätte gerade der riesige Baumturm die Besucherzahlen des Nationalparks im letzten Jahr um nachweislich 30% erhöht. Auf der anderen Seite ist es natürlich ein riesiger Gewinn für Niederbayern, da dies im touristischen Ansehen enorm steigt und so unabhängig vom Ausgang der Wahl höhere Besuchszahlen haben wird. Dies dürfte desweiteren auch ein Anreiz für die Architekten sein sich weiterhin in mutige und atemberaubende Projekte zu stürzen.
Gastautor Timon Schleif
Das Vierscheibenhaus in Hamburg
Noch heute gilt das „Vierscheibenhaus“, welches der dänische Architekt Arne Jacobsen in den 60er-Jahren für den Energiekonzern Vattenfall entwarf, als unbestrittene Architektur-Ära. Es stellt eien Art Zeitzeugnis aus einer Zeit dar, in der die zivile Nutzung der Atomenergie zumindest im bürgerlichen Lager als durchweg sauber und sicher betrachtet wurde.
Das Gebäude wurde als Reaktion auf die stetig zunehmende Größe des Energieversorgers Vattenfall erbaut und der gewählte Standort ergab sich daraus, dass im Zuge des deutschen Wirtschaftswunders die Firmensitze von zahlreichen wachsenden Unternehmen die Hamburger Innenstadt zu sprengen drohten, sodass der damalige Oberbaudirektor ein extra Areal für die Firmensitze gleich hinter dem Stadtpark ins Auge fasste, das verkehrstechnisch gut angebunden war und von dort an den Titel „City Nord“ trug.
Der Entwurf von Jacobsen, der sich erst im Stechen gegen die Konkurrenz durchsetzen konnte, orientierte sich stark an dem Thyssen-Haus, welches drei Jahre zuvor in Düsseldorf erbaut wurde. Dieses wurde mit drei 100 Meter hohen Scheiben erbaut, die Jacobsen aufgrund des Flughafens auf 40 Meter reduzieren musste. Die Zahl der Scheiben erhöhte er kurzerhand auf vier und so entstand das Vierscheibenhaus.
Das Gebäude, das damals noch für die HEW errichtet worden war, verknüpft den Anspruch der großen Geste mit unaufdringlicher Schlichtheit. Das Gebäude, das streng in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet wurde, umfasst 13 überirdische Stockwerke und hat ein Gesamtausmaß von 153 Meter.
In der Mitte sind zwei lange, leicht versetzte Scheiben angeordnet, die sich zu zwei auf etwa ein Drittel dieser Ausmaße beschränkten Seitenscheiben ergänzen. Die Stirnseiten sind dabei in hellem Naturstein gehalten, die Zwischenräume wurden verglast. Für die Längsfassaden galt für Jacobsen die Devise, eine möglichst glatte und geschlossene Wirkung zu entfalten.
So wurde lediglich ein sehr feines Netz aus 42 Millimeter starken braun eloxierten Streben zur Stabilisierung der Scheiben angebracht, das Glas wurde so behandelt, dass es 70 % der Sonnenstrahlung absorbiert, von innen aber klar wirkt. So wird das Phänomen erzeugt, dass dem Betrachter diese Flächen je nach Sonnenstand und Winkel mal erhaben, mal eher distanziert oder tiefdunkel oder gar strahlend blau oder eben die Wolken spiegelnd erscheinen.


![pmorgan hat ein Foto gepostet: "Armand Vaillancourt is a Québécois sculptor, painter and performance artist born on September 3, 1929, in the city of Black Lake, Quebec, Canada."In 1971, a publicly commissioned fountain entitled Québec libre! was installed (San Francisco, United States). One of his best known sculptures, Québec libre! is representative of the relationship between Vaillancourt's art and his political convictions. It is a huge concrete fountain, 200 feet long, 140 feet wide and 36 feet high sitting in the city's financial district at the Embarcadero Center. The night before its inauguration, Vaillancourt inscribed Québec libre! in red letters, to note his undying support for the Quebec sovereignty movement and more largely, his support for the freedom of all people. The following day, seeing that the city's employees erased the inscription, he jumped on the sculpture to reinscribe the sentence many times."Some years later, the fountain became the object of a polemic involving U2's singer Bono. During a free concert, Bono climbed the sculpture to write Rock & Roll stops the traffic, referring to the power of rock.[2] 20,000 people were in fact in attendance and blocked some of the neighbouring streets. Reacting to the act, the city's mayor declared that she deplored the sculpture's vandalism and that this kind of act could be punishable by a fine and/or imprisonment. Vaillancourt was then contacted to learn if he supported the gesture, which he answered by going to U2's concert in Oakland the following day, where he wrote "Stop the madness" on the stage, in front of 70,000 people. He defended Bono's gesture, after a speech on injustice, declaring that graffiti is a necessary evil as young people do not generally have the same access to newspapers, and media in general, as politicians do to express themselves.en.wikipedia.org/wiki/Armand_Vaillancourt(the sculpture seems to have been renamed the Vaillancourt Fountain) pmorgan hat ein Foto gepostet: "Armand Vaillancourt is a Québécois sculptor, painter and performance artist born on September 3, 1929, in the city of Black Lake, Quebec, Canada."In 1971, a publicly commissioned fountain entitled Québec libre! was installed (San Francisco, United States). One of his best known sculptures, Québec libre! is representative of the relationship between Vaillancourt's art and his political convictions. It is a huge concrete fountain, 200 feet long, 140 feet wide and 36 feet high sitting in the city's financial district at the Embarcadero Center. The night before its inauguration, Vaillancourt inscribed Québec libre! in red letters, to note his undying support for the Quebec sovereignty movement and more largely, his support for the freedom of all people. The following day, seeing that the city's employees erased the inscription, he jumped on the sculpture to reinscribe the sentence many times."Some years later, the fountain became the object of a polemic involving U2's singer Bono. During a free concert, Bono climbed the sculpture to write Rock & Roll stops the traffic, referring to the power of rock.[2] 20,000 people were in fact in attendance and blocked some of the neighbouring streets. Reacting to the act, the city's mayor declared that she deplored the sculpture's vandalism and that this kind of act could be punishable by a fine and/or imprisonment. Vaillancourt was then contacted to learn if he supported the gesture, which he answered by going to U2's concert in Oakland the following day, where he wrote "Stop the madness" on the stage, in front of 70,000 people. He defended Bono's gesture, after a speech on injustice, declaring that graffiti is a necessary evil as young people do not generally have the same access to newspapers, and media in general, as politicians do to express themselves.en.wikipedia.org/wiki/Armand_Vaillancourt(the sculpture seems to have been renamed the Vaillancourt Fountain)](http://farm8.staticflickr.com/7057/6907299869_90b5012410_s.jpg)



