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PostHeaderIcon Der Beton-Tresor

© arquiplay77 - Fotolia.com

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Ein jeder kennt aus seiner Kindheit bestimmt noch Dagobert Duck: Der geizige Milliardär lebt in einem abgeschotteten Geldspeicher, in den er niemand hereinlässt, außer, er hat wirklich gute Gründe, etwa einen Plan, wie Herr Duck noch reicher werden könnte. Aber wer hätte gedacht, dass es das auch im echten Leben gibt? In einer kleinen Ortschaft bei Warschau in Polen lebt ein Unbekannter seit Jahren in einen großen, grauen Kobus aus Beton, der verblüffend an Dagobert Ducks Geldspeicher erinnert. Es gibt keinerlei Fenster, keine Verzierungen: Lediglich ein Betonwürfel. Was für ein Geheimnis steckt hinter den dicklen Mauern?

Klingeldschilder sucht man vergebens. Hat man den Vorhof des Gebäudes betreten, ist man zunächst gefangen: Man kann weder zurück, das verhindern die hohen Mauern um den Betonklotz. Aber auch nicht vor, denn dort ist die geschlossene Beton-Faßade. Erst wenn der Besucher in dieser Sicherheitszone ist, öffnet sich mit etwas Glück eine verborgene Tür in der grauen Faßade. Nicht nur dazu lassen sich die Flanken des Betonwürfels verschieben, so lassen sich auch ganz schnell Fenster zaubern und Sonnenlicht in den schwarzen Koloss leiten.

Architekt Robert Konieczny musste bei dem Auftrag einige Besonderheiten beachten: Etwa gibt es eine Zugbrücke an der Ostseite des Hauses, die vom Obergeschoss zu einem Pavillon im Garten führt, wo der eigene Swimmingpool untergebracht ist. Natürlich ist es quasi unmöglich, große Elemente aus Beton zu verschieben: Daher wurden neben Beton auch leichte Stahl-Konstruktionen verwendet, die dann mit grau gefärbten Sperrholzplatten verkeidet wurden. So bekommt man den Eindruck, wirlklich nur Beton vor sich zu haben.

Doch wer wirklich hier lebt und warum man sich in so einen Hochsicherheitstrakt Zuhause fühlt, werden wir wohl niemals klären. Wilde Geschichten und Gerüchte gibt es natürlich Zuhauf, etwa, dass hier eine ehemalige Größe des Militärs oder der NASA leben soll. Die Beantwortung dieser Frage ist also ganz unserer Fantasie überlassen.

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